Tămâioasă Românească

Tămâioasă Românească (Weihrauchtraube) ist eine der beliebtesten aromatischen autochthonen Weißsorten in Rumänien, aus der sowohl gute Dessertweine mit hohem Ausreifepotenzial sowie junge, frische Weine mit Noten von exotischen Früchten gekeltert werden.

 

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Busuioacă Albă, Busuioacă de Moldova, Beala Tamianka, Belai Muscatnai, Muscat Belai, Muscat Blanc à Petit Grains, Muskateller, Sarga Muskotally Barzsing, Tămâioasă, Tămâioasă Albă de Drăgăşani.

TRAUBENSORTEN, DIE HÄUFIG MIT DER TĂMÂIOASA ROMÂNEASCĂ VERWECHSELT WERDEN: MUSCAT OTTONEL

HERKUNFT

Tămâioasa Românească schaut in Rumänien auf eine mehr als 2000 Jahre lange Tradition zurück. Vermutlich kam die Sorte über das antike Griechenland nach Rumänien, obwohl noch nicht sicher feststeht, welche die ursprüngliche Heimat der Rebsorte ist. Dennoch ist bekannt, dass die Rebsorte aus dem Süden Griechenlands stammt und Mitglied der „Muskat“-Familie ist. Die Muskat-Sorte ist eine der ältesten Rebsorten weltweit. Die Muskat-Weine waren während der Antike in allen Ländern des Mittelmeerraums hoch geschätzt. Darüber hinaus wurden zur damaligen Zeit sowohl die  Weine, die damals in Amphoren transportiert wurden, wie auch die Stecklinge, als Tauschwährung bei verschiedenen kaufmännischen Geschäften verwendet.

Dank der hohen Qualität der Sorte, aber auch infolge der Expansion des Römischen Reichs in Osteuropa, wurde die Sorte immer beliebter. Dort, wo sie die richtige Bodenbeschaffenheit fand, wurde die Sorte angebaut. Die daraus gekelterten Weine verwiesen im Handel immer auf ihre Herkunft. Diesbezüglich können die in Frankreich hergestellten Weine als Beispiel angeführt werden: Muscat de FrontignanMuscat de Lunel Blanc oder Muscat Blanc à Petit Grains. Auch in anderen Ländern wurde ähnlich vorgegangen – zum Beispiel  in Spanien (Moscatel Castellano), Portugal (Moscatel do Douro), Italien (Moscato Bianco) oder Deutschland (Muskateller GelberMuskateller Grüner).

Die Rebsorte kam nach Rumänien über die griechischen Siedler, durch den Handel, der in den Hafenstädten an der Donau und am Schwarzen Meer getrieben wurde. Diese erfuhren eine exponentielle Entwicklung unter Burebista, dem ersten König der Daker (82-44 v. Chr.). Aus der damaligen Zeit stammt auch die derzeitige Bezeichnung der Sorte. Sie wurde von dem lateinischen Begriff thymanea abgeleitet, der nichts Weiteres als Weihrauch (rum. “tămâie”) bedeutet. Der Begriff bezieht sich auf das Aroma der Sorte.

Die Sorte wurde erstmals im Weinbaugebiet Drăgăşani angebaut, wo sie sich dank der passenden Bodenbeschaffenheit gut entwickelte. Sie wurde im traditionellen Weinverschnitt von Drăgăşani vermischt, neben weiteren Sorten dakischer Herkunft, wie: CrâmpoşieBraghină und Gordan. Die Rebsorte „wanderte“ später auf das Weingut Dealu Mare aus. Dort wurde sie als Verschnitt mit den Sorten Gordin und Băşicata gekeltert. Auch im Weinbaugebiet Cotnari wurde die Sorte erfolgreich angebaut. Sie wurde im schon bewährten regionalen Verschnitt zusammen mit anderen Rebsorten wie FrâncuşăFetească Albă şi Grasă de Cotnari gekeltert.

Da die Sorte ebenfalls aus der Muskat-Familie stammt und eine besonders aromatische Pflanze ist, wird sie häufig mit dem Mukat Ottonel verwechselt. Ein Irrtum, wenn man bedenkt, dass der Muskat Ottonel erst kürzlich, im Jahr 1852, in der Ortschaft Angers, als Kreuzung zwischen dem Gutedel und einem Muscat de Samur vom Önologen Robert Moreau erhalten wurde.

Ihre langjährige Anwesenheit auf rumänischem Boden und die Widerstandsfähigkeit gegen der Reblaus (cca. 1860), gewähren der Tămâioasa Românească  das Recht zur Anerkennung als autochthone Rebsorte.

 

MERKMALE DER WEINREBE

Die Rebstöcke sind mittelmäßig widerstandsfähig. Die Weinbeeren reifen spät und zeichnen sich durch hohe Zuckeransammlungen an. Die Pflanze ist empfindlich gegen Frost (-18°C), Dürre, übermäßige Feuchtigkeit und Erkrankungen. Die Rebe ist begrenzt produktiv (5-8 t/ha). Sie ist in fast allen Weinbaugebieten Rumäniens vertreten.

 

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Tămâioasa Românească wird auf einer Fläche von etwa 1.000 Hektar angepflanzt, insbesondere in den Weinbaugebieten Drăgășani, Mehedinți, Ștefănești-Argeș, Dealu Mare, Pietroasele, Murfatlar und Cotnari. Die hohen Zuckeransammlungen in den Beeren begünstigen die Herstellung aromatischer Dessertweine mit hohem Ausreifepotenzial und unvergesslichen Noten von Honigwaben, Linden- und Akazienblüten, weißen Rosen, Basilikum und Weihrauch. Die Sorte wurde, überraschenderweise,  auch als Trockenwein in der jüngeren Geschichte gekeltert. Der erhaltene Wein überraschte durch einen zarten Körper, Frische und typische Aromen.  Zu den Weinherstellern, die die Sorte Tămâioasă Românească erfolgreich und mit hervorragenden Ergebnissen anbauen, zählen die Kellereien Crama OprişorAurelia Vişinescu WinesBudureasca şi Casa de Vinuri Cotnari.

Plăvaie

Eine aus der Region Vrancea stammende Rebsorte, die junge, mineralische Weißweine, mit hohem Säuregehalt liefert. Es wird empfohlen, die Weine innerhalb von zwei Jahren nach der Abfüllung zu verbrauchen.

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Plăvană, Brumăria, Bălană, Bălaia, Bălaie, Poamă Plăvaie, Plăvaie de Vrancea.

HERKUNFT

Plăvaia ist eine weiße autochthone Sorte, die vor dem Reblausbefall angepflanzt wurde. Heimat der Sorte ist vermutlich die Region Vrancea, wo sie schon im 18. Jahrhundert zu finden war. Der Name wurde durch die Farbe der Weinbeeren beeinflusst, die sehr stark der Farbe des Schaffells – nämlich weiß-gelblich oder ascheweiß – ähnelt. Die Schafe spielten zur damaligen Zeit eine wesentliche Rolle in der Landwirtschaft und allgemein in der Wirtschaft der Region Vrancea.

MERKMALE DER WEINREBE

Plăvaie ist eine kräftige Sorte im Vergleich zu anderen autochthonen Reben. Sie ist widerstandsfähig gegen Krankheiten, kältebeständig (bis auf -15°C) und resistent gegen Dürre. Die Rebsorte ist produktiv, mit dichten Traubenbündeln. Die Trauben können ab der zweiten Hälfte des Monats September gepflückt werden.

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Die Rebsorte Plăvaia ist in der Region Moldau – insbesondere im Landkreis Vrancea, in den Weinbaugebieten OdobeştiCoteşti und Panciu – gut verbreitet. Sie ist gleich beliebt wie die Sorten Şarba oder Galbena de Odobeşti. Die Rebsorte kommt außerdem auch in der Republik Moldawien häufig vor, wo sie unterm dem Namen Brumăria bekannt ist. Auch in der Ukraine, im Kasachstan, Kirgistan, in der Slowakei, Serbien, Montenegro, Ungarn, Österreich und Bulgarien ist sie zu finden. Aus dieser Rebsorte lassen sich trockene, frische Weine keltern, die am besten innerhalb von zwei Jahren seit der Abfüllung verbraucht werden. Der Wein entfaltet Aromen von grünem Apfel, Grapefruit, Limettensaft und Zitronenschale. Dank dem hohen Säuregehalt lässt sich die Sorte sehr gut bei der Herstellung von Schaumwein oder unvergesslichem Weinbrand verwenden.

Die empfohlene Serviertemperatur liegt bei 6-8°C. Die Weine können einfach, als köstliches Getränk genossen werden, sie passen allerdings hervorragend zu rumänischem Frischkäse, Fischlake, gegrillter Hähnchenbrust mit Gemüse oder, ganz einfach, zu ihrer Lieblingsspeise.

Şarbă

Şarba ist eine halbaromatische Sorte, mit relativ kurzer Geschichte im rumänischen Weinbau. Sie liefert frische, fruchtige Weine.

 

HERKUNFT

Şarba  ist eine authentische rumänische Traubensorte. Sie wurde 1972 in der Weinforschungsanstalt Odobeşti als Kreuzung der Sorten Tămâioasă Românească und Riesling Italian von Gheorghe Popescu, einem leidenschaftlichen Weinbauer entdeckt. Die Bezeichnung wurde ebenfalls im Jahr 1972 zugelassen. Der Name stammt von Culmea Şarbei, dem höchsten Hügel in der Region, der sich durch ein exzellentes Terroir, günstig für den Weinanbau, auszeichnet. Die Sorten Şarba, Plăvaie und Galbena de Odobeşti sind repräsentativ für die Region Vrancea, dem größten Weinbaugebiet in Rumänien.

 

MERKMALE DER WEINREBE

Die Rebstöcke sind mittelmäßig widerstandsfähig. Die Beeren sind mittelgroß und haben eine dünne Schale.  Die Rebsorte ist produktiv, mit dichten Traubenbündeln. Die Trauben reifen in der zweiten Hälfte des Monats September aus. Die Pflanze ist kältebeständig, allerdings empfindlich gegen Dürre sowie gegen den Grauschimmel, der sich auf reife Beeren bildet, insbesondere bei nassem Herbstwetter.

 

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Die Sorte wächst erfolgreich auf den Weinbergen im Süden der Moldau, in OdobeştiCoteştiDealurile Bujorului. Vereinzelt wird die Sorte auf kleineren Flächen auch in den Weinregionen Dealurile Munteniei und Dealurile Olteniei angebaut.

Aus der Sorte Şarbă lassen sich gewöhnlich weiße trockene Weine, mit hohem Säuregehalt keltern. Der Wein entfaltet Aromen von Rosenblütenmarmelade, Basilikum, Lindenblüten, Holunder und Akazienhonig. Er sollte am liebsten als Jungwein getrunken werden. Die ideale Serviertemperatur liegt bei 6-8°C. Der Wein passt hervorragend zu frischem Käse, Dorade in Salzkruste, Meeresfrüchten oder zu Ihrer Lieblingsspeise. Dank der hohen Zuckeransammlungen kann die Sorte sehr gut auch zu halbtrockenem, halbsüßem oder süßem Wein vinifiziert werden.

Crâmpoșie Selecționată

Crâmpoşie Selecţionată ist eine hochwertige rumänische Sorte mit höherem Säuregehalt, aus der leicht pikante Weine mit mineralischer Note gekeltert werden.

HERKUNFT

Die Sorte Crâmpoşie Selecţionată ist von Emilian Popescu, Marin Neagu und Petre Baniţă im Jahr 1972 bei der Weinforschungsstation in Drăgăşani, im Südwesten Rumäniens, aus der Crâmpoşie entwickelt worden. Die Rebpflanze wurde erzeugt, um das Problem der ungleichen Größe der Weinbeeren der Crâmpoşie zu lösen. Das Problem selbst entstand durch die Pollenbestäubung der Crâmpoşie, einer alten einheimischen Sorte aus dem Weingebiet Drăgăşani, in der Region Oltenien. Diese Sorte ist heute von einer hochwertigeren Varietät ersetzt worden. Die Selektion erfolgte durch die Fertilisierung zwischen der Crâmpoşie und einer anderen unbekannten Sorte.

MERKMALE DER WEINREBE

            Die Rebpflanze ist lebhaft, produktiv und reift spät. Die großen Traubenkämme tragen dickschalige Weinbeeren. Sie ist resistent gegen starke Niederschläge, Wärme und Pilzkrankheiten.

            ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

            Die Sorten Crâmpoşie Selecţionată oder Crâmpoşie werden im Weingebiet Drăgăşani angebaut, aber auch im Ostteil Rumäniens, in Gebieten wie Panciu, Constanţa oder an der Küste des Schwarzen Meeres. Typisch für die besten Weine aus dieser Sorte sind die elegante, mineralische Textur, der höhere Säuregehalt und die angenehm würzigen Noten mit einem leicht bitteren Nachklang. In bestimmten Fällen wird der Wein mit Sorten wie Sauvignonasse kupiert, um den Säuregehalt zu steigern. Zu den repräsentativen Produzenten gehören Prince Ştirbey, wobei Letzterer auch einen Schaumwein dieser Sorte entwickelt hat. In 2008 wurde die Sorte Crâmpoşie Selecţionată auf einer Fläche von 473 Hektar in Rumänien angebaut. Die Sorte ist Ausgangsbasis für viele Tafelweine.

 

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Fetească Albă

Fetească Albă (Weiße Mädchentraube) ist die zweithäufigst angebaute Sorte der Familie “Fetească” und ist für rumänische Weingebiete sogar noch wichtiger geworden als für die Weingebiete in der Moldau, wo die Herkunftsregion der Sorte liegt.

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Dyewtschye Chrosno (Slowakei), Fetyaska Belyi (Russland, Ukraine), Fetișoară (Republik Moldau, Rumänien) Fetyaska Alba (Ukraine), Mädchentraube (Ungarn), Păsărească Albă (Republik Moldau, Rumänien), Poamă Fetei Albă (Republik Moldau), Văratic (Republik Moldau).

HERKUNFT

Fetească Albă ist eine alte Sorte, die aus der historischen Region der Moldau stammt (die sowohl das Gebiet der heutigen Republik Moldau, als auch die historische Provinz Moldau im Osten Rumänien umfassst), wo sie traditionell angebaut wurde. Die Sorte verbreitete sich auch nach Siebenbürgen und Ungarn.

Aus genetischer Perspektive steht die Fetească Albă den herkömmlichen moldauischen Sorten wie Grasă de Cotnari nahe. Nach Dejeu (2004) wurde die Sorte Fetească Albă aus der Sorte Fetească Neagră in der Region Moldau zwischen dem 3. und 13. Jahrhundert n.Chr. gewonnen (es ist unbekannt, ob die Gewinnung aus einem Klon oder einem Abkömmling erfolgte). Aktuelle Studien gehen davon aus, dass es zwei morphologisch und genetisch nahestehende Sorten sind (Bodea et. al 2009), selbst wenn die DNA-Profile der Fetească Albă und der Fetească Neagră (Ghetea et al. 2010) eine direkte Beziehung vom Typ “Muttergewächs-Abkömmling” (Vouillamoz) zu belegen scheinen. Die ungarische Sorte Leanyka wird als identisch mit der  Fetească Albă betrachtet (Galet 2000; Rohaly et al. 2003), doch nach einem Abgleich der DNA-Profile (Galbacs et al. 2009; Ghetea et al. 2010) erwies sich die Theorie als falsch (Vouillamoz).

 

ANDERE THEORIEN

Wie auch bei der Sorte Fetească Neagră ist vermutet worden, dass Fetească Albă eine von den Dakern ausgewählte und angebaute Sorte ist, die aus wilden Sorten abstammt, doch wurden bisher keine Belege dafür gefunden.

 

MERKMALE DER WEINREBE

Eine lebhafte Rebpflanze, mit frühem Austrieb. Die Trauben reifen um die Mitte der Saison. Die Traubenkämme sind klein und haben dünnschalige Weinbeeren. Die Pflanze ist anfällig für Mehltau, Schimmel, Pilze und Spinnen, hält aber niedrige Temperaturen aus (-20°C/-4°F).

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

In der Republik Moldau wird die Fetească Albă auf einer Fläche von 4.334 Hektar in der Mitte und dem Süden des Landes angebaut. Gekeltert wird daraus ein Wein mit mittlerem Säuregehalt und einem floralen Aroma, mit Noten von Zytrusfrüchten, der auch zur Gewinnung von Schaumwein verwendet wird. Einer der für den Anbau dieser Sorte bekanntesten Produzenten ist Château Vartely.

In Rumänien hat die Fetească Albă einen viel höheren Stellenwert – in 2008 waren 10.529 Hektar mit dieser Sorte angebaut, also über 10% der gesamten Rebanbaufläche. Sie ist in Rumänien die zweithäufigst angebaute Sorte nach der Fetească Regală. Sie ist in den meisten einheimischen Weingebieten angesiedelt, doch am dichtesten sind die Weingebiete in der Landesmitte damit angebaut – in Siebenbürgen und im Osten, in der Region der Moldau. Stille Weine und Schaumweine werden als trocken oder halbtrocken gekeltert, doch gibt es auch Süßweine, entweder als Reinsorte, oder als Coupage mit Grasă de Cotnari oder anderen Traubenarten aus dem Nordosten Rumäniens. Der Stil, in dem die Fetească Albă verarbeitet wird, ist sehr vielseitig, doch die trockenen Weine sind komplexer als bei der Fetească Regală und fallen durch ihr Zytrusfruchtaroma sowie diskretem Pfirsich- oder Aprikosenaroma auf. Weine aus den Weingebieten im Süden Rumänien haben einen geringeren Säuregehalt.

Zu den Winzern, die Fetească Albă in Rumänien als Reinsorte keltern, gehören Casa de Vinuri Cotnari, Crama Gîrboiu, Davino, Domeniile Săhăteni oder SERVE.

Der Sorte Fetească Albă wird noch nachgesagt, in Ungarn angebaut zu werden. Das ist auf die unrichtige Meinung zurückzuführen, dass die Sorten Fetească Albă und Leanyka eigentlich ein und dieselbe Sorte sind. In der Ukraine registrierte die Statistik für 2009 rund 1.600 Hektar mit mehreren Arten Fetească, ohne sie gesondert auszuweisen.

 

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Fetească Neagră

Die rote Rebsorte der Fetească, die Fetească Neagră (schwarze Mädchentraube) stammt aus der Moldau und erlebt eine Renaissance. Aus ihr werden insbesondere in Rumänien hochwertige Weine produziert.

 

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Coada Rândunicii (Rumänien, Republik Moldau), Fetyaska Tschernaya (Ukraine), Păsărească Neagră (Republik Moldau), Poama Fetei Negre (Republik Moldau), Schwarze Mädchentraube (Rumänien).

HERKUNFT

Fetească Neagră ist eine alte Sorte, deren Herkunft in der historischen Region der Moldau  liegt (die sowohl das Gebiet der heutigen Republik Moldau als auch die historische Provinz Moldau im Osten Rumänien umfassst), wo sie lange Zeit angebaut wurde. Aus der Moldau verbreitete sich die Sorte westwärts, nach Siebenbürgen und Ungarn. Im Widerspruch zur Theorie von Roy-Chevrier (1930a), entstand die Fetească Neagră nicht aufgrund einer Pigmentmutation aus der Sorte Fetească Albă, was durch den DNA-Test (Gheţea et al. 2010) bewiesen wird. Fetească Neagră weist eine hohe Biodiversität auf, in der mindestens vier eindeutige Typen erscheinen (Dejeu 2004), was auf das Alter der Sorte schließen lässt.

ANDERE THEORIEN

Wie auch bei der Fetească Albă wurde auch über die Fetească Neagră behauptet, eine von den Dakern aus Wildreben selektierte Sorte zu sein, selbst wenn dafür keine Beweise gefunden wurden.

MERKMALE DER WEINREBE

Die Rebpflanze ist sehr vital, mit einer mittleren Austriebszeit und einer mittelspäten Reifezeit. Die Kämme sind kompakt und tragen dickschalige Weinbeeren. Sie ist resistent gegen Dürre und niedrigen Wintertemperaturen (-22°C/-8°F), gegen Schimmel und Mehltau.

 

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Fetească Neagră ist eine einheimische Sorte, die aus dem gegenwärtigen Gebiet der Republik Moldau stammt. Sie wurde dennoch dort zu Sowjetzeiten nicht angebaut und ist heute fast verschwunden. Allerdings haben Hersteller wie Cricova, Equinox, Et Cetera, Purcari oder Château Vartely Ende der 2000er Jahre die Sorte wieder angebaut.

Aus der Sorte werden einige der besten Rotweine in Rumänien gekeltert; sie wird auf 1.088 Hektar, vor allem im Osten der Moldau und im Süden Munteniens angebaut. Die Weine sind zumeist trocken, und korpulent, mit intensivem Aroma von Gewürzen, roten und schwarzen Früchten – besonders getrockneten Pflaumen – und runden Tanninen, die sich mit der Alterung entwickeln. Die Sorte ist der Blaufränkischen ähnlich und der Wein kann längere Zeit  in Barriques reifen.  Auch Süßweine und halbsüße Weine, vor allem für den einheimischen Markt, werden gekeltert. Zu den einheimischen Herstellern, die mit besonderen Ergebnissen Fetească Neagră anbauen, zählen Casa de Vinuri Cotnari, Davino, SERVE, Liliac oder Balla Géza.

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Fetească Regală

Fetească Regală (königliche Mädchentraube) ist die am häufigsten angebaute Sorte der Familie Fetească, eine Ausgangssorte für frische, aromatische Weißweine aus Rumänien.

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Dănășană oder Dăneșană (Region Siebenbürgen, Rumänien), Dunesdorfer Königsast (Region Siebenbürgen, Rumänien), Galbenă de Ardeal (Rumänien), Königliche Mädchentraube (Ungarn), Pesecka Leanka (Slowakei).

 

ÜBLICHERWEISE MIT DER FETEASCĂ REGALĂ VERWECHSELTE REBSORTEN: Kiralyleanyka (Ungarn).

HERKUNFT

Die Sorte Fetească Regală ist zum ersten Mal in Rumänien in den 1920er Jahren im Ort Daneş, in der Nähe von Sighişoara (dt.: Schässburg), in der Region Siebenbürgen entdeckt worden – daher auch die Bezeichnung Dăneşană. Ursprünglich wurde die Sorte vom Obstbauer Gaspari aus der Stadt Mediaş angebaut, der die Rebpflanze unter dem deutschen Namen Dunesdorfer Königsast (Dejeu 2004) verkaufte. Den Wein aus dieser Traubensorte stellte Gaspari unter dem Namen Fetească Regală bei der Nationalen Wein-und Obstausstellung in Bukarest im Jahr 1928 vor (Galet 2000). Zu dem Zeitpunkt wurden zwei morphologische Traubentypen der Sorte Fetească Regală gezeigt: ein Typ mit langen, goldgelben Kämmen und dünnschalige Weinbeeren; ein anderer mit flügelförmigen, gelb-grünen Kämmen und dickschaligen Weinbeeren (Dejeu 2004).

Generell wird behauptet, dass die Fetească Regala aus der natürlichen Kreuzung zwischen der Fetească Albă und der Grasă de Cotnari um das Jahr 1930 (Galet 2000; Târdea und Rotaru 2003) entstanden ist. Neuere Studien zeigen allerdings, dass die Sorten Fetească Regală und Fetească Albă sich zwar morphologisch und genetisch nahestehen (Bodea et al. 2009), doch die These wurde nach DNA-Tests widerlegt (Gheţea et al. 2010; Galbacs et al. 2009). Somit würde zwischen der Sorte Fetească Regală und anderen Rebsorten kein Verhältnis der Art  “Muttergewächs-Abkömmling” bestehen (Vouillamoz).

MERKMALE DER WEINREBE

            Fetească Regală ist eine lebhafte Rebe, mit mittelspäter Reifezeit. Die Kämme sind kompakt und gebildet aus dünnschaligen Weinbeeren. Die Pflanze ist anfällig für Schimmel und Dürre, widersteht dafür aber kalten Wintertemperaturen (-20°C/ -4°F) und sehr heißen Sommertemperaturen. Klon 21 BI der Fetească Regală bringt hohe Erträge und weist eine hohe Zuckerkonzentration der Frucht auf.

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

            Fetească Regală ist die weitverbreiteste Sorte in Rumänien und wird auf 16.363 Hektar angebaut (nach der Statistik für 2008). Die Sorte ist Ausgangspunkt für aromatische, frische und trockene Weißweine, in der ein florales oder exotisch -fruchtiges Aroma überwiegt. Aus der Sorte Fetească Regală werden stille Weine oder Schaumweine gekeltert. Daraus werden darüber hinaus auch Weinbrände destilliert. Aufgrund der Tannine in der Fruchtschale eignen sich die Weine besser als die der Fetească Albă zur Reifung in Holzfässern. Zu den rumänischen Herstellern, die aus dieser Sorte hochwertige Qualitätsweine gewinnen, gehören Liliac, Balla Géza, Budureasca oder Crama Gîrboiu.

In der Republik Moldau hat es keine klare Unterscheidung zwischen der weniger bekannten  Fetească Regală und der sehr gut bekannten Fetească Albă gegeben. Die erstgenannte Sorte wird nicht einmal in der offiziellen Statistik geführt und wird  fast immer in einer Coupage mit Fetească Albă gekeltert, wobei das Endprodukt ganz einfach unter dem Namen Fetească angeboten wird.

In der Slowakei bestand zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Missverständnis im Zusammenhang mit den Sorten Fetească Regală (391 Hektar) und Pesecka Leanka (516 Hektar; der Name stammt von der Region Pesek, wo sie traditionell angebaut wird). Sie galten anfänglich als zwei separate Sorten, doch Winzer gehen allmählich davon aus, dass es sich bei den Traubensorten um ein und dieselbe handelt, obwohl es im Moment keine DNA-Tests dazu gibt. Zu den dortigen Herstellern gehören Stiglic, Josef Yhnak, Josef Zalaba oder Hacaj, der die Sorte als Schaumwein keltert.

In der Ukraine registrierte die Statistik für das Jahr 2009 eine Fläche von 1.600 Hektar mit mehreren Arten der Fetească, ohne sie gesondert auszuweisen.

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Negru de Drăgășani

Negru de Drăgăşani ist eine autochthone Sorte, die in Rumänien durch eine Kreuzung neueren Datums gewonnen wird und aus der fruchtige, samtige Rotweine entstehen.

HERKUNFT

Negru de Drăgăşani ist eine Kreuzung zwischen den Sorten Negru Vârtos und Saperavi, die 1993 von Mircea Mărculescu und Mircea Vlădăsel bei der Forschungsstation SCPVV Drăgăşani, im Südwesten Rumäniens vorgenommen wurde. Interessanterweise wird die Sorte Negru Vârtos (eine sehr alte einheimische Sorte) heute in Rumänien nicht mehr angebaut. Das führt dazu, dass Negru de Drăgăşani mit der Sorte Novac verwandt wird. Doch die DNA-Studie zu Saperavi zeigt, dass diese Sorte keinen großen Einfluss auf die Kreuzung hat, aus der die Negru de Drăgăşani resultierte. Nach neusten genetischen Studien (Bodea et al. 2009) entstand die Negru de Drăgăşani offenbar aus den Sorten Negru Vârtos, Novac und Bătută Neagră, wobei Letztere eine sehr alte, heute nicht mehr angebaute Sorte ist. Aktuelle Ergebnisse von der Weinforschungsstation haben überdies gezeigt, dass eines der  “Muttergewächse” (nebst Negru Vârtos und Novac) Băbească Neagră sein könnte (Ciprian Neaşcu, Mitteilung).

MERKMALE  DER WEINREBE

Negru de Drăgăşani ist eine vitale Pflanze, mit hohen Erträgen und mittlerer Reifezeit der Trauben. Die Kämme sind weniger dicht und tragen dickschalige Weinbeeren. Die Pflanze kann für Pilzkrankheiten anfällig sein.

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Das Anbauareal ist weiterhin begrenzt: nur sechs Hektar in Rumänien (2008). Es ist dennoch eine widerstandsfähige und leicht anbaubare Sorte, die ein größeres Potenzial als die Novac hat. Die Weine sind vom Aroma schwarzer Waldfrüchte, Gewürzen, samtigen Tanninen und süßen Noten geprägt. Zu den Herstellern, die Negru de Drăgăşani anbauen, zählen Vinarte oder Viile Metamorfosis.

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