Fetească Neagră

Die rote Rebsorte der Fetească, die Fetească Neagră (schwarze Mädchentraube) stammt aus der Moldau und erlebt eine Renaissance. Aus ihr werden insbesondere in Rumänien hochwertige Weine produziert.

 

ANDERE BEZEICHNUNGEN

Coada Rândunicii (Rumänien, Republik Moldau), Fetyaska Tschernaya (Ukraine), Păsărească Neagră (Republik Moldau), Poama Fetei Negre (Republik Moldau), Schwarze Mädchentraube (Rumänien).

HERKUNFT

Fetească Neagră ist eine alte Sorte, deren Herkunft in der historischen Region der Moldau  liegt (die sowohl das Gebiet der heutigen Republik Moldau als auch die historische Provinz Moldau im Osten Rumänien umfassst), wo sie lange Zeit angebaut wurde. Aus der Moldau verbreitete sich die Sorte westwärts, nach Siebenbürgen und Ungarn. Im Widerspruch zur Theorie von Roy-Chevrier (1930a), entstand die Fetească Neagră nicht aufgrund einer Pigmentmutation aus der Sorte Fetească Albă, was durch den DNA-Test (Gheţea et al. 2010) bewiesen wird. Fetească Neagră weist eine hohe Biodiversität auf, in der mindestens vier eindeutige Typen erscheinen (Dejeu 2004), was auf das Alter der Sorte schließen lässt.

ANDERE THEORIEN

Wie auch bei der Fetească Albă wurde auch über die Fetească Neagră behauptet, eine von den Dakern aus Wildreben selektierte Sorte zu sein, selbst wenn dafür keine Beweise gefunden wurden.

MERKMALE DER WEINREBE

Die Rebpflanze ist sehr vital, mit einer mittleren Austriebszeit und einer mittelspäten Reifezeit. Die Kämme sind kompakt und tragen dickschalige Weinbeeren. Sie ist resistent gegen Dürre und niedrigen Wintertemperaturen (-22°C/-8°F), gegen Schimmel und Mehltau.

 

ANBAUGEBIET UND WEINGESCHMACK

Fetească Neagră ist eine einheimische Sorte, die aus dem gegenwärtigen Gebiet der Republik Moldau stammt. Sie wurde dennoch dort zu Sowjetzeiten nicht angebaut und ist heute fast verschwunden. Allerdings haben Hersteller wie Cricova, Equinox, Et Cetera, Purcari oder Château Vartely Ende der 2000er Jahre die Sorte wieder angebaut.

Aus der Sorte werden einige der besten Rotweine in Rumänien gekeltert; sie wird auf 1.088 Hektar, vor allem im Osten der Moldau und im Süden Munteniens angebaut. Die Weine sind zumeist trocken, und korpulent, mit intensivem Aroma von Gewürzen, roten und schwarzen Früchten – besonders getrockneten Pflaumen – und runden Tanninen, die sich mit der Alterung entwickeln. Die Sorte ist der Blaufränkischen ähnlich und der Wein kann längere Zeit  in Barriques reifen.  Auch Süßweine und halbsüße Weine, vor allem für den einheimischen Markt, werden gekeltert. Zu den einheimischen Herstellern, die mit besonderen Ergebnissen Fetească Neagră anbauen, zählen Casa de Vinuri Cotnari, Davino, SERVE, Liliac oder Balla Géza.

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